GESCHICHTE

Nachdem es 2 Jahre keinen Sommermarkt im Uttinger Summerpark gegeben hatte und tragischerweise die Gründerin des Marktes Christiane Graf vor einem Jahr verstarb, sah es so aus als wäre das Kapitel für immer geschlossen.

Als die Gemeindeverwaltung auf mich mit dem Wunsch den Markt wiederaufleben zu lassen zukam, war die Entscheidung schnell gefällt, das Angebot anzunehmen. Mein Name ist Miene (Martin) Gruber, ich bin 52 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, komme gebürtig aus Utting, von Beruf Wirt der Bayrischen Brandung, Einliniezeichner, Demotivationstrainer und Musiker bei Gruba.

Vor 2 Jahren übernahm ich beim letzten Markt von Frau Graf bereits die Geschäftsführung für die Gastronomie und die Kultur auf dem Sommermarkt. In den früheren Jahren spielte ich einige male mit meiner Band Gruba im Rahmen des Kulturprogrammes auf dem Sommermarkt und bin daher schon lange mit dem Markt verwoben. Christiane Graf und ich waren seit jeher befreundet.

Durch meine Zeit auf dem Tollwood als Mitarbeiter des legendären „Almrausch“ sammelte ich seit Beginn der 2000er Jahre viele Eindrücke, Ideen und Inspirationen, welche Bestandteile einen Markt hervorheben und was Besucher*innen und Aussteller*innen besonders schätzen. Mein Ziel ist es, den Markt mit der liebevollen Energie des bekannten und mit meinen neuen Ideen zu verwirklichen. Dass der Markt den Uttingern am Herzen liegt, habe ich auch in unzähligen Aufforderungen und Ermutigungen durch Freunde und Bekannte bestätigt bekommen, die mich animierten die Hoffnung trotz Covid nicht aufzugeben und mich unterstützen wo es nur geht. Auch die durchwegs gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde hat mich sehr unterstützt, die bangen Wochen der Wartezeit zu überstehen. Um dem Neuanfang des Marktes aber auch der Tradition desselben Rechnung zu tragen, machte ich aus dem „o“ ein „u“ und schon war der Name Summermarkt geboren.

„Summer“ war der Name der prächtigen Gaststätte, die hier stand und nachdem der Park benannt wurde. Der ursprüngliche Termin des Marktes war immer das 1. Juliwochenende aber, da dieses Jahr dort die 900 Jahr Feier stattfindet, musste ein anderer Termin gefunden werden. Da bot sich die Zeit um die Sommersonnenwende am Ende der Pfingstferien hervorragend an, da im Juli der Terminkalender ohnehin sehr voll ist.

Sehr überrascht hat mich die großartige Resonanz auf mein erstes Anschreiben an die Kunstschaffenden und das in mich gelegte Vertrauen, dem Markt wieder auf die Beine zu helfen. Vielen ist der Markt noch in schöner Erinnerung und daher bin ich sehr stolz und glücklich, dass ich den Besucher*innen über 40 Stände mit selbstgemachtem Schmuck, handgefertigten Textilien und jeder Menge Keramik und Kunstgegenständen präsentieren darf. Wichtig ist mir bei der Auswahl der Kunsthändler*innen, dass es sich um Artikel handelt, die fair gehandelt und möglichst nachhaltig gefertigt werden. Dadurch erhöht sich das Niveau des Marktes von alleine.

Um möglichst viele Kunsthandwerker*innen, die selber produzieren von der Teilnahme zu überzeugen, bin ich mit der Anmeldegebühr im Vergleich zu früher nach unten gegangen, obwohl mit dem Freitag, den 17.6. ein Tag mehr zum Verkauf zur Verfügung steht. Das ist gerade nach den schwierigen Jahren für die Szene sehr gut angenommen worden und so liegt deren derzeitiger Anteil bei ca. 75% des Marktgeschehens. Der Sommermarkt von Frau Graf erstreckte sich nur über Samstag und Sonntag. Vielen Kunstschaffenden war es aber oft zu weit oder auch vom Aufwand zu viel für 2 Tage. Daher bin ich sehr froh vom Gemeinderat die Erlaubnis bekommen zu haben den Freitag fest mit einzubauen.

Die Kinder könne sich dieses Jahr besonders freuen, denn kurz vor dem Summermarkt wird im linken Teil der Wiese ein riesiger Spielplatz eröffnet, der alle Kinderherzen höher schlagen lassen wird.

Die Erreichbarkeit des Marktes mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Schifffahrt oder Bahn machen den Standort besonders attraktiv. Es sind zwar Parkplätze vorhanden aber ich freue mich sehr darüber, wenn man das Auto zu Hause lässt, um die Anwohner und das Dorf möglichst wenig zu belasten.

Mir liegt neben einem umfassenden Angebot an Kunsthandwerk auch die Kultur und die Kulinarik sehr am Herzen. Nur wenn das Rahmenprogramm und das leibliche Wohl die gleiche fürsorgliche Auswahl erfahren, wird der Markt zu einem unvergesslichen Event. Die fantasievolle Gestaltung des Parks, mit den wunderschönen Pavillons der Textilkünstlerin Nani Weixler und des Künstlers Erwin Kloker gehören schon immer zum Erscheinungsbild und entführen die Besucher*innen aus dem Alltag. Sie laden ein zum Verweilen und bieten reichlich Schutz vor der Sonne oder auch vor Regen, um das durchwegs kostenfreie Kulturprogramm zu genießen.

Ich bevorzuge verschiedene kleine Essensangebote, um die Vielfalt zu erhöhen und die Besucher*innen gleichmäßig auf dem Platz zu verteilen. Dass es in den Gastronomieständen kein Einweg- und Plastikgeschirr gibt, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden, das versteht sich von selbst.

Bei der Auswahl der Musiker und Bands, die dieses Jahr auftreten, war mir wichtig selbstgemachte Musik zu fördern und auch hier die Besucher*innen mit einer erlesenen Auswahl zu verwöhnen. Die Konzerte sind am Freitag und am Samstag ab 18 Uhr und Enden, wie die Gastronomie um 22 Uhr.